Automower 330X (Rasenmähroboter)

Da bei uns recht viel Rasen  (ca. 2000m²) zu mähen ist, und das auch regelmäßig zu recht viel Grünschnitt führt, haben wir uns zur Anschaffung eines Mähroboters entschlossen. Damit haben wir jetzt schon einige Zeit gewartet, nachdem das Thema erstmalig vor ca. 2 Jahren bei uns diskutiert wurde. Der letzte Anreiz war jetzt auch, dass mehrere Nachbarn die Geräte seit einiger Zeit nach eigenem Bekunden problemlos im Einsatz haben (zumindest mal abgesehen von recht vielen zerstörten Klingen wegen Steinkontakt).

Weiterhin soll sich die Rasenqualität durch das häufige Mähen und durch den Verbleib der kleinen abgeschnittenen Grasstückchen (automatische Düngung) verbessern.

Welche Marke?

Nach der grundsätzlichen Entscheidung für den Erwerb eines entsprechenden Gerätes, stellt sich die Frage der Marke. Zuerst denkt man an klassische Rasenmäherhersteller wie z.B. Sabo, die aber nur vereinzelt entsprechende Geräte im Angebot haben. Nach näherer Beschäftigung mit dem Thema stellt man fest, dass recht unterschiedliche Techniken zum Einsatz kommen.

Welche Technik?

Beispielsweise werden bei Husqvarna und Gardena (die übrigens letztlich auch Technik von Husqvarna verwenden) kleine Messer (quasi wie Rasierklingen) verwendet. Bei anderen Herstellern kommen klassische Rasenmähermesser zum Einsatz. Daraus resultiert eine recht unterschiedliche Geräuschentwicklung. Wo die Mäher mit den kleinen Messern nur aus geringer Entfernung hörbar sind, stellt sich die Geräuschentwicklung bei den anderen Mähern mit klassischen Messern eher wie bei einem gewöhnlichen Elektrorasenmäher dar.

Weiterhin wird mit den kleinen Messern das Gras geschnitten, und mit den anderen Messern abgeschlagen. Da die kleinen Messer nicht sehr gut auf den Kontakt mit steinen reagieren (dann bricht die Klinge schnell aus), sollte dieser vermieden werden.

Ein weiterer Unterschied ist das Gewicht der Mäher. Während die Husqvarnas und Gardenas z.B. sehr leicht sind (unter 15kg), gibt es auch Robomäher mit gut 30kg Gewicht.

Die Geräte unterscheiden sich auch im Bereich Sicherheit, was sich aber auch auf das Mähergebnis auswirkt. Beispielsweise ist bei den Husqvarna Mähern das Messer ca. 15cm entfernt vom Rand. Das bedeutet, dass man selbst im laufenden Betrieb unter das Gehäuse fassen kann, ohne sich zu verletzen. Dafür bleibt aber auch ein entsprechender Rand stehen, wenn man z.B. entlang von Mauern oder Zäunen mäht, wenn man keine entsprechend breiten ebenerdigen Randsteine hat. Ein weiterer aus der Mähtechnik entstehender Unterschied ist, dass die Husqvarnas im Gegensatz zu anderen Mähern auch bei Regen arbeiten (und auch ab und an arbeiten müssen, um die Klingen zu reinigen).

Da unsere Nachbarn Husqvarna Mäher besitzen (und somit damit bereits Erfahrungen im Bekanntenkreis vorlagen), das Servicenetz in der näheren Umgebung gut ist und der Hersteller auch mit die größte Erfahrung in dem Bereich Robomäher hat, haben wir uns für die Anschaffung eines Husqvarnas entschlossen.

Flächenleistung

Bzgl. der Flächenleistung habe ich den Assistenten auf der Husqvarna Seite benutzt. Dieser Assistent und die Flächenangaben von Husqvarna sind aber eher verwirrend als hilfreich (das habe ich allerdings erst nach dem Kauf herausgefunden – etwas mehr Recherche in entsprechenden Foren wäre vorher wohl hilfreich gewesen). Die von Husqvarna angegeben Flächenleistung (z.B. 3200m²) ist die Flächenleistung, die der Roboter pro Tag bei 24h Betrieb schafft. Da der Roboter pro Woche ca. 3x jeden Bereich überfahren sollte, damit die abgemähten Grasstücke kurz sind (dann verrottet das Gras besser), schafft der Roboter deutlich mehr Fläche als 3200m². Die Einschränkung seitens Husqvarna macht aber trotzdem Sinn, weil die Robomäher lt. Berichten in Foren im Schnitt grob 10.000 Stunden halten.

Husqvarna rechnet also bzgl. der Flächenleistung eher konservativ.

Beispielrechnung:

Die Leistung lt. Hersteller pro Stunde liegt beim 330X bei 135². Gehen wir von einem komplexen Grundstück und der pessimistischen Annahme aus, dass er nur 100m² schafft, was auch die Rechnung vereinfacht. Für 1000m² benötigt der Automower somit ca. 10 Stunden. Wenn man also 3×10 Stunden pro Woche programmiert reicht das aus (zumal man die Funktion des Wettertimers nutzen kann und der Automower nach eigenem Ermessen nur dann arbeitet, wenn es sich lohnt – das funktioniert beim 330X über eine Messung des Wiederstandes beim Mähen). Der Begriff Wettertimer ist in dem Kontext übrigens verwirrend. Die Automower fahren bei jedem Wetter, der Timer ist nur dafür gedacht, dass der Automower nicht mäht, wenn es nichts zum Mähen gibt.

Somit kommt man auf (wieder pessimistischer Ansatz):

8 Monate pro Jahr Mähzeit x 4 Wochen x 3 Einsätze x 10 Stunden = 960 Stunden pro Jahr und somit grob 10 Jahre zu erwartende Lebensdauer. Bei weniger Mähzeit, was wahrscheinlich ist, entsprechend mehr.

Da wir potenziell das ganze Grundstück mit dem Mäher abdecken wollten und die zusätzliche GPS Funktionalität des 330X sich sehr interessant anhörte, haben wir uns zum Kauf dieses Modells entschlossen.

Zusätzliche Funktionen

Die GPS Funktion sorgt dafür, dass der Mäher selbst erkennt welcher Bereich des Grundstücks bereits beackert wurde und welcher noch nicht. Somit kann der Mäher alle Bereiche gleichmäßig bearbeiten. Ohne GPS Funktion muss die prozentuale Verteilung von einzelnen Grundstücksbereichen – wenig intuitiv – anhand von Entfernungen am Begrenzungskabel vorgegeben werden, wenn es sich nicht um ein einfaches Grundstück ohne Passagen (Engstellen) handelt.

Bisher kann ich nur sagen, dass der Rasen relativ gleichmäßig gemäht ist. Gefühlt hat man schon mal den Eindruck, dass der Mäher in einigen Bereichen öfter fährt als nötig und andere mehr bearbeiten könnte. Das wird vermutlich aber eher ein subjektiver Eindruck sein.

Örtliche Rahmenbedingungen

Je nach Mäher sind unterschiedliche Anforderungen an die Rahmenbedingungen vorhanden. Bei den Husqvarnas muss an der Grundstücksgrenze ein umlaufendes Begrenzungskabel verlegt werden, dass dem Mäher zeigt, wo er mähen darf und wo nicht. Mit diesem Umlaufenden Kabel können auch Inseln in der Fläche ausgenommen werden (was dazu führt, dass das Kabel zur Insel und zurück laufen muss).

Die Abstände für das Verlegen der Begrenzungskabel gibt Husqvarna wie folgt an:

  • 10cm zu Objekten, die überfahren werden können und eben zur Rasenfläche sind (Steinplatten)
  • 30cm zu Beten oder niedrigen Kanten (bis ca. 5cm hoch), die zumindest mit dem Gehäuse überfahren werden können
  • 35cm zu Objekten, die nicht berührt werden dürfen (z.B. Mauern)

Weiterhin sind Schrägen problematisch, wenn sie zu Steil sind (für den 330X sind offiziell 45% als maximale Steigung angegeben d.h. also 45cm auf 1m, nicht zu verwechseln mit 45° was 1m auf 1m entspricht). Der Husqvarna in der Lage steilere Steigungen zu bewältigen (bis etwas über 60%) aber dafür muss man einige Bedingungen beachten. Es sollten sich keine Begrenzungskabel unterhalb von Schrägen befinden, weil dies gerade in Kombination mit Rutschen zum Überfahren der Kabel und somit auch zu Kollisionen mit Gegenständen führen kann. Weiterhin sollten die Schrägen möglichst eben innerhalb der Fläche sein, weil sonst der Bodenkontakt von einem Rad verloren gehen kann (durch Maulwurfshaufen entstehen z.B. sehr schnell Wellen und Hügel, auch wenn man die Haufen regelmäßig begradigt). In solchen Bereichen drehen die Räder schnell durch, was dann sehr schnell zu Problemzonen führt, in denen kein Gras mehr zu sehen ist. Auf unserem Grundstück sind die Schrägen teilweise bereits grenzwertig aber so gerade noch in dem Rahmen, die der 330X bewältigen kann.

Wo kaufen?

Als nächstes stellte sich somit die Frage, wo der Mäher gekauft werden sollte. Unser örtlicher Händler hat uns den Listenpreis genannt und auch nicht sonderlich schnell bzw. teilweise überhaupt nicht auf Rückfragen reagiert.

Ein Gegencheck im Internet führte zu der Erkenntnis, dass dort der Preis gut 20% unter dem Listenpreis lag. Die Installation wäre auch beim lokalen Händler noch obendrauf gekommen und wurde nur mit ca. 8 Stunden angegeben (allerdings nur für die halbe Fläche des Grundstückes – siehe Installation).

Ein Argument für den lokalen Händler ist i.d.R. der Service. Wobei mir die nicht vorhandenen / schleppenden Reaktionen im Rahmen in der Angebotsphase nicht gerade den Eindruck von gutem Service vermittelt haben. Ansonsten sehe ich das ähnlich wie bei einer Autowerkstatt: Wo man das Auto gekauft hat ist letztlich egal. Reparaturen kosten so oder so nicht weniger. Somit haben wir uns für den Kauf per Internet mit Nachnahme entschieden. Was dann natürlich auch dazu führt, dass man die Installation selber durchführen muss. Nach Studium des Handbuches und einiger Youtubevideos hatte ich aber den Eindruck, dass das zwar ein zeitraubendes aber durchaus machbares Unterfangen ist.

Die Lieferung

Nachdem der Händler ruck zuck verschickt hat, hat DHL das Paket dann erst mal einen Tag im lokalen Verteilzentrum stehen lassen. Einen Tag später habe ich dann Online folgende Information gesehen:

  • 09:00 Ware ins Fahrzeug geladen
  • 09:02 Ware konnte nicht zugestellt werden

Da ich mir am Vortag bereits extra frei genommen hatte, war ich langsam etwas sauer. DHL hatte offensichtlich keine Lust zu liefern. Die angebliche Zustellung um 09:02 ist unmöglich wegen der Entfernung zwischen lokalem Ladezentrum und meinem Haus.

Mittags kam der DHL / Postbote dann vorbei und meinte, dass er nur NN Bestellungen bis 1600€ ausliefern darf und er das Paket eigentlich direkt hätte zurücksenden müssen.

Eine kurze Prüfung im Internet hat ergeben, dass diese Aussage totaler Quatsch war, weil DHL per NN bis 3500€ ausliefert. Offensichtlich wollte da jemand nur nicht mit so viel Geld rumlaufen.

Die Installation

Glücklicherweise hatte ich mir 250m Kabel und 300 Haken bereits bei einem anderen Händler geordert und dieses Paket (nicht NN) wurde mir von DHL zugestellt. Somit konnte ich wenigstens mit der Installation beginnen. Ich hatte mich vorerst für die oberirdische Installation der Kabel entschlossen. Man kann die Kabel zwar auch unterirdisch verlegen aber das ist entweder sehr aufwendig oder man benötigt eine Verlegemaschine. Weiterhin ist die Position dann fix. Die Vorteile wären, dass man die Kabel nicht sieht und vertikutieren kann. Letzteres soll aber dank der besseren Rasenqualität durch häufigeres mähen und durchgängig geringere bzw. gleichmäßige Rasenhöhe überflüssig sein und ersteres erledigt sich angeblich nach einigen Monaten (einwachsen) von selbst.

Somit habe ich mich an die Verlegung gemacht. Dabei gab es einige Rahmenbedingungen, die bei uns nicht optimal sind:

Teilweise sind bei uns unter den Steigungen Hindernisse (Zisternenschacht und Zugang zum Schacht für den Filter der Zisterne). Weiterhin sind einige Grundstücksgrenzen unter Schrägen (lt. Anleitung sollte das Begrenzungskabel nirgends an Schrägen >10% installiert sein). Zusätzlich haben wir einen Bereich, der nur über eine schmale Passage erreichbar ist und generell relativ viele Inseln durch Sträucher auf dem Grundstück (ca. 15). Diese Inseln muss man zwar nicht mit ausschleifen aber dann rammt der 330X die Hindernisse erst, bevor er in eine andere Richtung dreht. Ein Ultraschallsensor zur Erkennung von Hindernissen ist leider nicht im Gerät verbaut (der wurde zwar schon mal angekündigt aber aktuell ist er noch nicht verfügbar, weil Husqvarna die Handysteuerung per App über ein optional erwerbbares Hardwaremodul höher priorisiert hat – wobei man sagen muss, dass auch das quasi nicht lieferbar ist). Der Stoßsensor löst zwar sehr schnell aus aber durch die chaotische Mähtechnik kann der Mäher einzelne Objekte sehr oft und / oder in ungünstigen Winkeln berühren, wenn kein Begrenzungskabel genutzt wird.

Relativ schnell hat sich gezeigt, dass ich für die Installation einige Stunden benötigen werde und deutlich mehr Haken benötige, als Husqvarna angibt. Da das Grundstück durch eine Scheune in zwei Teilflächen getrennt ist, habe ich mich entschlossen vorerst nur eine Teilfläche zu verkabeln und das Gerät dort zu testen. Durch die vorhandenen Steigungen ist das die schwierigere Fläche.

Das Verlegen des Kabels macht grundsätzlich Spaß, ist aber nach einer Zeit recht anstrengend. So bekommt man einen vagen Eindruck wie der Job als Fliesenleger ist.

Am ersten Tag habe ich somit die 300 vorhandenen Haken verbaut, und noch recht viel von den 250m Kabel übrig. Somit hieß es warten, dass ich das Paket abholen kann (siehe Lieferung). Nachdem ich Montag morgen das Paket in Empfang nehmen konnte, standen mir weitere 400 Haken und 400m Kabel zur Verfügung. Ich hatte nach den bisherigen Erfahrungen schon bedenken, dass die 400 Haken reichen würden, was sich aber nicht bestätigt hat (zumindest bis einschließlich der Verlegung des 1. Suchkabels haben 700 Haken gereicht – also ca. alle 50cm einer).

Somit habe ich die Installation vervollständigt. Nach einer Weile konnte / wollte ich auch keine Inseln mehr sehen, weil diese jeweils recht viel Zeit bei der Verlegung beanspruchen und man optisch nicht wirklich einen Fortschritt erkennt. Aufgrund der verfügbaren Hakenanzahl konnte ich vorerst nur ein Suchkabel verlegen. Die Suchkabel ermöglichen es dem Mäher aus entlegenen Bereichen des Gartens schnell zurück zur Station zu finden oder auch durch enge Passagen zu fahren, in denen er ohne Suchkabel evtl. hängen bleiben würde. Der 330X hat maximal zwei (minimal 0) Suchkabel. Bei einfachen Gartenformen und kleinen Gärten kann man auch auf die Kabel verzichten, dann benötigt man aber auch keinen derart teuren Mähroboter.

Nach der Verlegung der Kabel standen noch die Verbindungen an. Die Suchkabel werden mit dem Hauptkabel, das außen um das Grundstück führt mit einer Art T-Verbinder verbunden. Weiterhin hatte ich ein 250m und ein 150m Kabel verwendet (beim Mäher sind zwei Rollen in dieser Kombination enthalten). Die T-Verbinder funktionieren in der Form, dass die Kabel bis zum Anschlag in den Verbinder schiebt und dann den Verbinder mit einer Kombizange zusammen drückt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur zwei Verbinder im System. Die Verbindungen, die dabei entstehen sind Quetschverbindungen.

Als letztes habe ich noch die Station aufgestellt. Die verwendeten Verbindungen an der Station sind recht teuer aber vermitteln einen äußerst dürftigen Qualitätseindruck. Auch die Schrauben zur Verankerung der Station im Boden wirken nicht sonderlich stabil. Das wäre definitiv besser gegangen. Für die Station gibt es lt. Husqvarna Anleitung auch diverse Anforderungen bzgl. der Aufstellung (z.B. 2m geradeaus Verlegung der Suchkabel vor der Station). Ein Bereich von 3m frei vor der Station in alle Richtungen. Hinter der Station darf mindestens 3m oder besser 10m keine Mähfläche sein, sonst kann es sein das der Mäher das Stationssignal erkennt aber nicht oder nur sehr langsam kapiert, dass der direkte Weg zur Station nicht möglich ist..

Nachdem die Station stand kam der erste Schreck. Die Lampe zur Prüfung der Kabelfunktion leuchtet nicht grün, sondern blau. Gibt es einen Kabelbruch und wenn ja wo bei 400m Kabel? Das naheliegendste war ein Problem bei den Verbindern. Eine kurze Konsultation der Anleitung (die natürlich wie heute üblich nur auf CD vorliegt) – das Bild hat mehr gesagt, als der Text –  ergab, dass die Verbinder offensichtlich nicht richtig geschlossen waren. Also noch mal mit der Kombizange ran. Wie sich zeigte, war das offensichtlich das Problem. Der blaue Teil des Verbinders darf oben nicht mehr raus ragen. Weiterhin wird beim vollständigen Schließen eine Art Gel freigesetzt, dass die Kontakte vor Korrosion schützen soll und zum Teil auch aus den Verbindern quillt. Nach dieser nachdrücklichen Behandlung der beiden Verbinder war die Lampe nun grün. Ein erstes Aufatmen!

Somit hat sich die erste Erleichterung einstellt. Der schlimmste Fall wäre ein Fehler „irgendwo“ im Begrenzungskabel gewesen.

Zusammenfassend würde ich die Installation als einfach bezeichnen. Man sollte vorher die Anleitung gelesen haben  und alle relevanten Regeln verinnerlicht haben. Weiterhin sollte man sich vorher überlegen wo die Suchkabel angeschlossen werden sollen. Es macht Sinn der Handbuchempfehlung zu folgen und dort entsprechende Schlaufen vorzusehen, auch wenn man nicht ganz so viel Kabel für die Schlaufe reserviert, wie lt. Anleitung empfohlen (2x5cm tun es auch).

Die Praxis

Dem ersten Test stand nun nichts mehr im Weg. Also habe ich den Automower angeschaltet, die ersten Einstellungen gesetzt und dann erfolgte eine Kalibration des Begrenzungskabels. Das ist eine Art Synchronisation zwischen Mäher und Ladestation (jedes Begrenzungskabel sendet eine bestimmte Codierung, um den Betrieb von mehreren Systemen nebeneinander –  z.B. beim Nachbarn – zu ermöglichen).

Anschließend hat der Mäher auch schon losgelegt und alle Bereiche des Grundstückes abgefahren / erkundet. Die Form des Grundstückes ist dabei relativ komplex. Angefangen hat er direkt in dem Bereich mit der Engstelle, in den das erste Begrenzungskabel führt.

Am Anfang bin ich relativ viel hinter dem Mäher hergelaufen oder habe ihn vom Haus beobachtet, um sicherzugehen, dass die Abstände passen und möglichst nichts gerammt wird. Dieser “Mutterinstinkt” lässt dann nach einer Zeit nach. Er muss ja später eh alleine zurecht kommen (flügge werden).

Auffälligkeiten haben sich in den ersten Tagen wenige ergeben. Eine Erkenntnis war, dass der Mäher teilweise an Schrägen ins Rutschen kommt (was er teilweise merkt und sofern möglich versucht entsprechend darauf zu reagieren durch bremsen oder Blockieren der Räder, wenn er das Begrenzungskabel überfährt). Das passiert entweder bei Vorwärtsfahrt, oder wenn der Mower stoppen musste und der Untergrund nicht ganz eben ist und somit die zwei Antriebsräder keinen optimalen Bodenkotakt haben.

Gerade bei der Bergabfahrt stellt sich das Gerät nicht sonderlich schlau an, weil es oft Steigungen in der steilstmöglichen Variante frontal runter fährt. Bergauf verhält er sich schlauer, und fährt sehr langsam an um dann zu beschleunigen (hier scheint eine gut Schlupfkontrolle im Einsatz zu sein). Weiterhin gibt es Situationen, in denen der Mower vor einem Begrenzungskabel gestoppt hat und anschließend bei der Rückwärtsfahrt die Räder durchdrehen. Das scheint der Mäher nicht zu merken oder er reagiert dann zumindest seltsam. Statt zu versuchen eine Drehung in eine Richtung herbeizuführen, die ihm das Begrenzungskabel erlaubt, fährt er bei den Befreiungsversuchen teilweise sogar vorwärts und deutlich außerhalb des Begrenzungskabels und rammt z.B. bei Inseln das zu schützende Objekt. Solches Verhalten habe ich aber nur erlebt, wenn er sich aus einer Position nicht planmäßig befreien kann (sprich mit den ersten Richtungsänderungen oder die Räder durchdrehen).

Generell ist die Erkenntnis, dass man enge Bereiche mit U oder V Form eher vermeiden sollte. Dort werden teilweise die Begrenzungskabel deutlich überfahren. Hier gilt also zumindest mit der aktuellen Software nicht der Grundsatz “wo ich nicht reinkomme fahre ich nicht hin”, sondern eher “wo ich rein komme, komme ich auch wieder raus – notfalls auch mit Gewalt”.

Ein paar Tage später nach Lieferung von weiteren Haken habe ich auch noch das zweite Suchkabel in Betrieb genommen, so dass in Summe ca. 450m Kabel liegen. Dieses Kabel geht auf die andere Grundstücksseite ausgehend von der Ladestation, um eine möglichst schnelle Rückkehr zur Station zur ermöglichen. Weiterhin habe ich es auch in einem relativ geschickten Kurs (seitwärts an einer Schrägen verlegt), um starke Steigungen zu vermeiden. Ich habe aber bisher noch nicht einmal erlebt, dass er das Kabel genutzt hat.

Der Betrieb bei Regen ist bisher positiv gewesen. Der Mäher fährt gefühlt etwas vorsichtiger als sonst und sieht teilweise sehr sauig aus. Es sammelt sich auch Gras unter dem Mäher und an den Rädern. Das Gras lässt sich aber sehr leicht entfernen, wenn der Mäher wieder trocken ist.

Dauerhaft hängen geblieben ist der Mäher bisher noch nicht. Er konnte sich also trotz manchmal durchdrehender Räder letztlich immer befreien.

Das Mähergebnis

Das Mähergebnis kann man nach ersten Eindrücken abseits der Thematik, dass an Zäunen und Mauern recht breite Ränder erhalten bleiben als sehr gut bezeichnen. Nach einigen Tagen hat der Mäher seine GPS Karte erstellt und fährt dann in einem Zeitfenster nur noch zu einer Runde raus (also 4-4,5h mit neuen Akkus). Nach der anschließenden Beladung steht dann “Wettertimer” im Display und er macht Pause. Diesbezüglich stellt er sich also sehr intelligent an, da der Ladezyklus ausgenutzt wird und dann der Wettertimer greift. Unnötige Kurzfahrten werden also vermieden. Den Fall, dass der Wettertimer einsetzt hatten wir bisher 2x. Aktuell sind pro Woche 4x10h als Zeitfenster programmiert, dass der Mäher nutzen kann (von 10:00-20:00). In den ersten paar Tagen hat er diese Zeiten ausgenutzt.

Versicherung?

Ein Mähroboter steht für gewöhnlich rund um die Uhr draußen und somit ist es für Diebe ein Leichtes ihn zu entwenden. Es gibt zwar einen Hebesensor und Alarm und auch eine 4 Stellige (hochgradig sicher!) PIN Code Eingabe, aber letzteres verhindert selbst im Optimalfall nur den Betrieb und nicht das Entwenden. Auch der Hebesensor ist leicht auszutricksen, in dem man den Mäher einfach in eine Transportbox schiebt oder ihn über eine Rampe hochfahren lässt (der Sensor arbeitet nach meinen bisherigen Erkenntnissen nur mit Bewegungen in Relation von Außen- und Innengehäuse).

Im Internet habe ich schnell rausgefunden, dass bei einigen Versicherungen die Robomäher ohne Aufpreis mit der Hausratversicherung enthalten ist. Bei unserer (Nürnberger) leider nicht. Dabei muss der Passus „einfacher Diebstahl“ ohne Einschränkungen vorhanden sein. Entweder sollten Robotermäher direkt erwähnt sein, oder zumindest Gartenmöbel und Ausstattung und ein entsprechender Deckungsrahmen vorhanden sein. Sofern der Robotermäher nicht explizit erwähnt sind, sollte man sich eine schriftliche Bestätigung der Versicherung einholen, dass diese enthalten sind.

Die Nürnberger hat sich in dem Kontext überhaupt nicht mit Ruhm bekleckert. Die Aussage des örtlichen Vertreters war „der Nachbar hat den auch nicht Versichert und den kann doch jeder mitnehmen, so was kann man nicht versichern“. Da ich ja bereits wusste, dass andere Versicherungen damit kein Problem haben, habe ich auch per Mail direkt bei der Nürnberger nachgefragt. Nach einer Woche kam noch immer keine Reaktion. Nach einer zweiten Mail kam auch keine Reaktion und es wurde meinerseits die Hotline bemüht. Nach über einer halben Stunde Wartezeit war glücklicherweise ein Mitarbeiter am Apparat, der selber einen entsprechenden Mäher hat.

Bei der Nürnberger muss – stand heute – der Robomäher mit einer Zusatzversicherung (für Fahrräder) abgedeckt werden, was pro Jahr ca. 20€ extra kostet. Weiterhin wurden wir wieder an den lokalen Vertreter verwiesen zwecks Anpassung der Versicherung.

Der wiederum wollte seinerseits eine schriftliche Bestätigung der Nürnberger, dass eine Versicherung überhaupt möglich ist. Jetzt – drei Wochen nach der ersten Anfrage – haben wir noch immer keine Versicherung und tragen den Mäher jeden Tag rein und raus. Irgendwie muss man die gesparte Zeit ja auch sinnvoll verwenden…

Sonstige Erkenntnisse

Es gibt verschiedene Befestigungshaken für das Begrenzungskabel. Sowohl von Husvarna gibt es Haken als auch von Fremdanbietern. Dabei kann es auch passieren, dass man bei einem Husqvarna Fachhändler nur die billigen Replika bekommt aber auch gerne zu premium Preisen. Die Standardhaken sind aus Kunststoff und 7cm lang. Es gibt auch 10cm lange Haken. Bei einem Händler habe ich z.B. Haken bestellt und bekam beide Sorten geliefert.

Weiterhin gibt es deutlich teurere Metallhaken, die sich gut in Bereichen eignen, in denen das Kabel z.B. überfahren wird oder wo etwas mehr Steine / harter Boden ist. Weiterhin lassen sich diese Kabel auch als Steighilfe verwenden in Bereichen, wo die Räder ohne die Haken immer durchdrehen (diese Bereiche sieht man nach einigen Tagen Betrieb recht schnell).

Ich habe die Ladestation (wie von Husqvarna) empfohlen, einfach in die Wiese gestellt. Das hat aber mehrere Nachteile. Erstens kann der Mäher nicht alles Gras um die Station beseitigen, selbst wenn er sie berührt (was er bei uns auch in der Standardeinstellung macht). Die Berührung kann man zwar mit einer Setupeinstellung vermeiden, aber dann bleibt um die Station noch mehr Gras stehen.

Meiner Meinung nach ist es also besser, wenn die Station vollständig auf Steinplatten steht. Lt. Berichten in Foren schimmelt der Rasen ansonsten auch unter der Station – was nachvollziehbar ist.

Nach ca. 2 Wochen Betrieb

Sehr unschön ist mir beim Reintragen an einem Abend aufgefallen, dass das Innengehäuse diverse Risse im Bereich des Schalters bzw. des Tragegriffes hat.

Beschädigung

Wie der Schaden entstanden ist, oder ob es sich bereits um einen von Anfang an vorhandener Materialfehler handelt, kann ich mir noch nicht erklären. Nach nur 50h Betrieb ist das Chassis so stark beschädigt, dass es getauscht werden muss. Für Langzeitstabilität spricht das nicht gerade. Der Kunststoff scheint auch nicht gerade gut zu sein, wenn er direkt in diverse Richtungen reißt und die Risse sich dann zusätzlich noch schnell fortsetzen.

Nach einer Prüfung im Internet kam schnell die Erkenntnis auf, dass das beschädigte Teil mit 50-60€ recht günstig (oder billig?) ist, zur Reparatur aber ein Komplettumbau des Mähers erfolgen muss. Nach einer Rückfrage bei einem lokalen Händler ergab sich Arbeitslohn von grob 150€ für die nötigen Umbaumaßnahmen. Weiterhin ist der rückwärtige Stoßfänger beschädigt, der auch grob 60€ kostet und in Eigenleistung getauscht werden kann.

Ich habe mich jetzt an Husqvarna gewandt mit der Bitte um Stellungnahme und auch an den Onlinehändler. Ich gehe aber davon aus, dass beide den Schaden nicht tragen werden. Es ist ja auch nicht zu beweisen, wo / wie der Schaden entstanden ist. Bisher steht die Stellungnahme von beiden noch aus.

Ausschließen lässt sich definitiv ein Transportschaden, weil das Gerät Originalverpackt war und die Verpackung nicht beschädigt. Der Schaden muss also bei uns (im regulären Betrieb) oder bei Husqvarna entstanden sein. Es ist natürlich auch möglich, dass das Material fehlerhaft war und dann der Effekt erst im regulären Betrieb gezeigt hat.

Ich muss allerdings auch eingestehen, dass ich keine Intensivprüfung auf Haarrisse oder ähnliches durchgeführt habe, nachdem ich das Gerät ausgepackt habe. Bei einem originalverpackten neuen Gerät bin ich davon ausgegangen, dass es i.O. ist. Was ich im Nachhinein seltsam finde ist, dass sich an der Unterseite zwei gelbe Striche befinden, die bereits bei Auslieferung vorhanden waren (da kommt natürlich schnell der Verdacht, dass man ein Teil erwischt hat, dass bei der Qualitätssicherung aussortiert wurde). Die Striche können aber auch normal sein.

Gelbe Striche

Fest steht auf jeden Fall, dass keine harten Hindernisse (z.B. Steine) im Abstand von weniger als 35cm um das Begrenzungskabel befinden, bei der der Mäher sich einen entsprechenden Schlag von unten abholen kann.

Vorab habe ich eine Notreparatur mit Sekundenkleber und Gorillatape durchgeführt und jetzt renne nun ständig hinter dem Mäher her, um herauszufinden, ob es irgendeine kritische Stelle gibt, die ich übersehen habe. Bisher habe ich dabei nur die Erkenntnis erlangt, dass ab und an das Begrenzungskabel deutlich weiter überfahren wird, als in der Anleitung angegeben.

Sekundenkleber

Gorillatape

Das passiert meist in engeren Bereichen, bei denen der Mäher durch Wendemanöver die Richtung wechselt und dies bei zwei oder drei zufälligen Richtungsänderungen nicht zum Erfolg führt.

Ich überlege aktuell, ob ich das Gehäuse im betroffenen Bereich nach dem Chassistausch mit eine GFK oder CFK Platte verstärke. Das schützte den unnötigerweise exponierten Hauptschalter und USB-Anschluss. Das birgt dann natürlich das Risiko des Garantieverlustes. Auch wenn damit nicht das Garantiesiegel beschädigt wird, ist es eine von Husqvarna nicht vorgesehene Modifikation und die kann dazu führen, dass man auch andere Garantiefälle abweist.

Ich habe mir von zwei Händlern und in einem Forum versichern lassen, dass der Fall (derart beschädigtes Gehäuse) noch nie vorgekommen ist aber kaufen kann man sich davon als Betroffener nichts. Dazu kommt noch, dass das Vertrauen in die Stabilität nicht mehr sonderlich hoch ist, wenn man das Rissverhalten des verwendeten Kunststoffs sieht. Der Riss ist ja gleich mal in alle Richtungen weiter gewandert. Das deutet für mich auf äußerst minderwertigen Kunststoff hin.

Fazit

Das bisherige Fazit aus meiner Sicht ist: Der Robomäher ist ein nettes und sehr teures Spielzeug, er zeigt ein gutes Mähergebnis und ist bequem aber die Verarbeitung ist absolut nicht gut und in keiner Weise dem Preis entsprechend. Der Sabo Benzinmäher mit Antrieb hat in >15 Jahren weniger Reparaturkosten verursacht, läuft noch immer zuverlässig und kostet auch noch 1000€ weniger in der Anschaffung bei größerer Flächenleistung.

Nach knapp 50 Betriebsstunden ist beim Automower eine Raparatur notwendig, die beim Auto einem Totalschaden gleichkommen würde (“Sorry, wir müssen mal den kompletten Rahmen austauschen, der hat Risse in diverse Richtungen”). Da würde man seinen Neuwagen dankend zurückgeben. Mit Sicherheit würde man nicht selber für den Schaden bezahlen. Der Vergleich hinkt natürlich ein wenig, weil man bei einem Auto i.d.R. weiß, ob man mit Objekten kollidiert und sich das meist zweifelsfrei belegen lässt.

Im der ersten Saison steht bereits jetzt fest, dass ich keine Zeit eingespart habe. Die Installation hat nun alles in allem gut 12h gedauert. Zur Kontrolle haben ich jetzt bestimmt schon 16 Stunden auf den Mäher aufgepasst gerade nach dem Schaden. Zusätzlich entsteht jetzt noch das Gerenne wegen der Reparatur und der Zeitaufwand für Notreparatur + Recherche im Internet, lesen der Anleitungen und Forumsberichten. Im Rahmen der bisher aufgewendeten Zeit hätte ich auch spielend eine Saison mähen können und wir haben erst Mai.

Nachtrag 04.06.2015

Jetzt liegt eine Reaktion seitens Husqvarna vor:

“die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr. Wir wollen unseren Husqvarna-Kunden den bestmöglichen Service bieten. Aus diesem Grund erfolgt die Beratung, Verkauf und Service ausschließlich über den von uns autorisierten Fachhandel. Reklamationen sind immer ärgerlich wofür es allerdings diverse Ursachen geben kann welche wir aus der Ferne nicht bewerten. Da wir bisher in die Reklamationsbearbeitung nicht eingebunden waren können wir zum Sachverhalt selbst keine Aussage treffen. Bitte wenden Sie sich deshalb an Ihren Verkäufer oder an den nächstgelegenen Husqvarna Fachhändler, ein Verzeichnis finden Sie unter der Rubrik Händlersuche auf der Husqvarna homepage www.husqvarna.de. Durch entsprechende Schulung und Erfahrung kann er bewerten ob ein begründeter Sonderfall vorliegt und sich in diesem Fall mit uns abstimmen insofern er selber keine Lösung findet. Wir hoffen, dass diese Information zur Klarstellung beiträgt.”

Oder in Kurzform: Wir haben keinen Service, lassen sie uns in Ruhe und wenden Sie sich an den Händler. Die Argumentation ist auch lustig, die Händler sind offenbar besser geschult, als die die Mitarbeiter bei Husqvarna wenn man obiger Logik folgt. Auf meine Fragen wurde nicht eingegangen.

Auf meinen Hinweis, dass bisher überhaupt keine Reklamationsbearbeitung stattgefunden hat und man doch bitte wenigstens auf meine Fragen antworten solle, kam dann:

“wie von Frau XXX bereits mitgeteilt erfolgt die komplette Abwicklung über den Fachhändler. Wir würden Sie daher bitten die Details mit ihm abzustimmen.”

Mein Fazit: Service mangelhaft.

Bei dem lokalen Händler und Husqvarna Partner (der Händler hat übrigens alle drei möglichen Badges in der Liste von Husqvarna – also besser geht lt. Husqvarnaliste nicht) ist die Bestellung der neuen Bodenwanne jetzt knapp zwei Wochen her und bisher ist das Teil noch nicht eingetroffen. Auch das ist ein sehr schwaches Bild.

Ich habe mir jetzt eine CFK Platte fräsen lassen, die den Bereich um den Schalter optimal schützt (Kostenfaktor ca. 35€ + 10€ Kleber). Selbst wenn das Gerät irgendwo aufsetzt, sollte das kein Problem mehr sein (die Abmessungen lauten 150*120*5,3mm mit 52*28mm Ausschnitt für den Schalter). Im Infomodus (Schleifensignal) habe ich getestet, ob durch die Anbringung der Platte das Schleifensignal beeinträchtigt wird. Dem ist nicht so.

Heute habe ich die Platte jetzt provisorisch ans alte Gehäuse geklebt mit Gorillatape, um einen Praxistest zu machen. Er hat damit heute einen 4,5 Stunden Mährunde überstanden und sich nicht anders verhalten als sonst. Somit bleibt die Frage, warum Husqvarna bei einem Mäher für 3150€ UVP nicht gleich ein stabiles Gehäuse liefert.

Mittlerweile hat der Mäher nun knappe 80 Betriebsstunden (also grob 30 nach dem Auffallen des Schadens und bisher haben sich keine Auffälligkeiten bzgl. einer möglichen Ursache für Beschädigungen gezeigt bzw. es ist nach wie vor unklar wie / wo der Schaden entstanden ist).

Mittlerweile ist es auch zweimal “hängen” geblieben. Einmal mit der Meldung “Stehe kopf”. Das ist passiert, als an einer Schräge der vordere Teil mal kurz abgehoben hat. Danach stand er aber stabil, nur weitergearbeitet hat er halt nicht.

Beim zweiten Mal war er scheinbar der Meinung, dass er sich festgefahren hat. Ein Druck auf Start ohne Positionsänderung hat auch dieses Problem beseitig. Es war also in beiden Fällen überflüssig, dass er stehen geblieben ist.

Die Versicherung hat es mittlerweile geschafft den Mäher aufzunehmen. Wir mussten eine Zusatzversicherung für Fahrräder abschließen (das ist bei anderen Versicherungen nicht erforderlich) und es wurde exakt der Neupreis des Gerätes versichert.

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Joystickkauf

Früher (ja, ich werde alt) gab es mal eine Zeit als Joysticks ein wesentliches Eingabegerät für Spieler war. Durch die Verarmung im Spielgenrebereich (Shooter gibt es heute zu Hauf, Simulationen oder Weltraumaction sind in den letzten Jahren eher Mangelware bis nicht vorhanden), wurden Joysticks in den letzten Jahren aber quasi überflüssig. Legendär sind beispielsweise die Competiton Pro Joysticks für z.B. den Amiga, die allerdings nur die rein digitale Arbeitsweise beherrschten aber dafür auch quasi unverwüstlich waren.

Auf dem PC wurden dann gerade im Simulationsumfeld zunehmend analoge Joystick eingesetzt, die nicht nur vollen Achsenausschlag, sondern verschiedene Abstufungen kannten. Gegipfelt hat die Entwicklung damals z.B. in Joysticks wie dem Thrustmaster F16 FCLS, die sehr umfassend programmierbar und mit sehr vielen Funktionen ausgestattet waren. Den F16FLCS hatte ich damals, aber er hatte auch einige kleinere Nachteile. Erstens war er zu leicht (das habe ich damals insofern behoben, dass ich zwei Stahlteile in die Basis geklebt habe) und ein paar Metallteile hätten zwecks Langzeithaltbarkeit auch geholfen (wobei mein FLCS heute noch funktioniert – wenn man ihn mangels entsprechender DIN Tastaturanschlüsse heute nicht mehr betreiben kann).

Da in der letzten Zeit wieder ein paar Spiele auf der Agenda stehen, die sich mit einem Joystick deutlich natürlicher spielen, als z.B. mit einer Tastatur / Maus Kombination, habe ich mir gedacht – schau mal was aktuell so auf dem Markt verfügbar ist. Ich war sehr positiv überrascht, dass sich zwischenzeitlich scheinbar ein Nischenmarkt für hochwertige Joysticks entwickelt hat, die primär für hardcore realismus Simulationen zum Einsatz kommen.

Unter anderem hat Thrustmaster mit dem TM Warthog quasi den Nachfolger des F16 FLCS in stabiler Ausführung aus Metall entwickelt. Neben TM gibt es auch andere Hersteller, die sich in dem Bereich tummeln. Da ich das Layout des Sticks bereits kannte, und die Thrustmaster Sofware damals schon extrem gut war, fiel mir die Entscheidung zum Kauf nicht schwer. Allerdings habe ich nur den Joystick ohne Throttle gekauft. Das hat zwei Gründe. Erstens ist der Kaufwiderstand nur halb so hoch, zweitens habe ich keinen Platz für Throttle und Tastatur. Im Zweifelsfall ist mir die Tastatur aber deutlich lieber als ein Schubregler.

Nachdem ich den Joystick erhalten habe, war ich zuerst sehr beeindruckt von der Mechanik. Die Komplette Basis und der Joystickgriff sind aus Metall uns sehr stabil. Allerdings war mir der Rückstelldruck etwas zu groß. Für längere Spielsitzungen ist es sehr anstrengend gegen eine so hohe Rückstellkraft zu arbeiten. Nach kurzer Recherche im Netz, hat sich gezeigt, dass dieses Problem auch einige andere Leute hatten. Die “Lösung” war dabei sehr unterschiedlich und teilweise auch recht kreativ. Mehr dazu später.

Der TM Warthog arbeitet anders als alte Joystickmodelle mit einer ganz anderen Mechanik. Früher wurden für die X und die Y Achse jeweils Zugfedern benutzt, die durch bewegen des Joystickgriffes gespannt wurden. Beim aktuellen Modell wird die Rückstellwirkung durch eine große zentrale Feder erreicht. Als Gegendruck arbeiten 4 kleinere Federn gegen die große Feder an.

Eine im Internet kursierende Lösung zur Verringerung der Rückstellkraft ordnet die Bauteile in der Rückstellmechanik anders an. Das funktioniert zwar aber die Rückstellkraft ist dann nur noch sehr gering. Zweitens führt das dazu dass nicht mehr der volle Bewegungsradius gegeben ist. Beide Nachteile waren für mich inakzeptabel.

Ein weiter Ansatz ist die Hauptfeder mit dünnen Drähten in ihrer maximalen Ausdehnung zu limitieren. Mangels ordentlicher Fixierungsmöglichkeiten für die Drähtchen, Verschleißeffekten und vermutlich immer ungleichmäßigen Drahtlängen, habe ich diesen Ansatz nicht probiert.

Ein weiter Ansatz ist die Hauptfeder einfach zu kürzen. Der Ansatz war mir erstens zu endgültig und zweitens weiß ich auch nicht, ob er erfolgversprechend gewesen wäre, da eine Feder normalerweise ein “vollflächiges” Ende hat und nicht einfach mit einem Draht aufhört, der nur an einem Punkt aufliegt.

Eine weitere Lösung wäre der Austausch der Hauptfeder gegen ein schwächeres Modell. Federn mit diesen Abmessungen sind aber sehr teuer und ohne genaue Daten macht eine Maßanfertigung keinen Sinn.

Der einfachste Ansatz schien zu sein, die Federn, die gegen die Hauptfeder arbeiten auszutauschen oder irgendwie zu verstärken. Das ist aber auch einfacher gesagt als getan. Klar gibt es im Internet Shops, bei denen man Federn kaufen kann. Nur muss man dafür auch die entsprechenden Eckdaten haben und dass sind nicht wenige. Neben simplen Abmessungen sind auch die Rückstellkräfte relevant. Somit hätte ich bei einem Austausch diverse Federn auf “gut Glück” bestellen müssen, da ich zu den Originalfedern keine Daten gefunden habe.

Ich habe mich dann zu einer anderen Lösung entschieden: Ich habe den Support von TM angeschrieben, die mir gegen relativ kleines Geld 4 Federn gesendet haben, die den Originalfendern entsprechen. Diese habe ich zusätzlich eingebaut. Jetzt entspricht die Rückstellkraft genau meinen Vorstellungen. Einziger Nachteil ist jetzt, dass der Stick nicht mehr 100% genau zentriert – das kann man aber mit einer Deadzone in der Mitte beheben. Das heißt der Stick regiert in einem definierten kleinen Bereich um die Mitte nicht.

Die Funktionsweise der Buttonbelegung / der Software ist heute deutlich anders als früher. Früher wurde die komplette Belegung auf den Stick geladen. Der Stick hat dann quasi über die eigene Hardware die Tasteneingaben der reihe nach erzeugt.

Heute bieten sich verschiedene Varianten. Gänzlich ohne Software funktioniert der Stick auch. Er wird dann einfach als DX Device behandelt. Die Belegung der Tasten muss dann vom Spiel übernommen werden. Falls einem das nicht reicht, kann man die grafische Oberfläche nutzen, die bereits relativ viele Konfigurationsmöglichkeiten mit begrenztem Aufwand bietet.

Die aktuelle Target Software bindet den Joystick mit allen Buttons als virtuelles Device ein, für das vor dem Spielstart eine Konfiguration geladen wird. Diese Konfiguration ist nicht auf dem Stick sondern wird in Software realisiert. Das hat den Vorteil, dass heute deutlich mehr machbar ist, weil z.B. auch Schleifen und parallele Threads möglich sind (das erinnert ein wenig an den Objektorientierten Programmieransatz). Somit lassen sich auch sehr komplexe Anforderungen umsetzen. Allerdings ist die Doku recht spartanisch und viel muss man sich auch aus den Beispielen erarbeiten, ableiten, die sich in der Dokumentation verstreut finden.

Gerade am Anfang ist bei sehr komplexen Anforderungen viel Geduld gefordert. Dazu kommt, dass der Compiler gemessen an heutigen Programmiersprachen nur sehr grobe Informationen zu Syntaxfehlern enthält.

Mein Fazit: Der ultimative Joystick. Wenn man aber alle Funktionen der Programmierung ausnutzen will, muss man einige Tage Einarbeitungszeit investieren.

 

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Neuer TFT oder doch lieber nicht?!

Nachdem mein alter TFT (zugegeben es war zum Kaufzeitpunkt schon ein sehr luxuriöser Dell 2707 mit 1920x1200er Auflösung und Adobe RGB Farbraumunterstützung) jetzt ca. 7 Jahre alt ist, kam die Lust auf einen neuen mit etwas mehr Diagonale und Auflösung auf. Rational versucht man das dann zu begründen mit (ist ja auch viel energiesparender als der alte TFT – was zwar aufgrund der LCD Hintergrundbeleuchtung stimmt aber i.d.R. keineswegs die Energiekosten bei der Produktion aufwiegt). Primäre Anwendungsgebiete sind bei mir Arbeiten (Office, Internet, SAP, Oracle), Spielen, Fotobearbeitung und an und an mal einen Film schauen)

Zusätzlich fand ich die neuen 4K Displays interessant. Rein von den Eckdaten bin ich auf den LG 31MU97-B gestoßen. Das Gerät hat volle 4K Auflösung, sogar den Adobe RGB Farbraum und ein IPS Panel. Die möglichen Alternativen hatte ich mir auch angeschaut.

TN Panels kommen aufgrund der mangelnden Blickwinkelstabilität generell nicht für mich in Frage. Somit war die Anzahl der Alternativen mit dem Samsung UD32D970Q und dem Eizo EV3237 überschaubar. Tests waren zu dem Zeitpunkt für keines der Geräte verfügbar.

Nachdem ich den LG zu Hause und verkabelt hatte, machte sich umgehend Ernüchterung breit. Der Scharzwert war miserabel. Und das Gerät zeigt einen sehr ausgeprägten IPS glow. Ich kannte den Begriff vorher (auch) nicht, bin dann aber nach kurzer Recherche im Internet darauf gestoßen. Beim LG heißt IPS-Glow, dass bei nicht optimalem Blickwinkel das ganze Display verschiedene Farbnuancen aufweist, obwohl es eigentlich einheitlich sein sollte. Der nicht optimale Blickwinkel ergibt sich bereits, wenn man ganz normal vorm Gerät sitzt durch die jeweils unterschiedlichen Blickwinkel auf die verschiedenen Bereiche des Bildschirms. Nach ein paar Minuten Test ging der LG zurück in die Packung.

Der nächste Versuch sollte der Eizo EV3237 (auch IPS Panel) werden. Kurz gesagt ist der Eizo bzgl. der Bildqualität deutlich besser als der LG (wesentlich geringerer IPS glow) aber bei dunklen Hintergründen (Blu Ray – Stichwort schwarze Balken oder Games) sind in den Ecken bei dunklen passagen sehr starke Aufhellungen zu sehen. Auch dieses Display kämpft also mit den Blickwinkeln, die durch die Größe relativ groß sind, auch wenn man gerade vor dem Gerät sitzt. Mein Fazit zum Eizo ist also fast gut. Für den Preis des Gerätes ist das aber zu wenig – da hätte ich schon ein uneingeschränktes sehr gut als Kauflegitimation benötigt. Weiterhin gibt es aktuell keine Grafikkarte, die 4K Auflösung wirklich gut befeuern kann.

Weiterhin habe ich nach Nutzung der Vergrößerungsfunktion / Skalierungsfunktion in Windows (z.B. 150%) die Erfahrung gemacht, das Funktion nach wie vor eher schlecht als rechtihre Arbeit verrichtet. Viele Programme unterstützen die Vergrößerung nicht vernünftig. Entweder liegen dann die Buttons nicht dort, wo sie optisch angezeigt werden, sie liegen außerhalb von sichtbaren Bereichen oder die Vergrößerung funktioniert partiell nicht. In Spielen verhält es sich teilweise nicht besser. Weiterhin habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass IPS Panels in dieser Größe aufgrund des IPS glow Effektes scheinbar nicht mein Fall sind.

Also habe ich mich erneut auf dem Markt umgesehen. Was gibt es denn noch jenseits der Full HD mit einem Panel <> IPS und <> TN?

Mit den Eckanforderungen wird die Auswahl schon sehr eng. Gute VA Panel werden kaum noch produziert. Jenseits von Full HD gibt es noch ein einziges Panel mit akzeptabler Pixelgröße von AO. Dieses Panel wird verbaut im Samsung S32D850T, im Benq BL-3200PT und im Acer B326HUK. Professionelle Tests waren kaum verfügbar und wenn doch – wie beim Benq waren die Ergebnisse teilweise widersprüchlich. Was sich nach einiger Zeit der Suche allerdings herauskristallisierte:
Der Acer bietet nur die höchste Overdrive Einstellung als Standardwert und diese Einstellung kann nicht vom Anwender angepasst werden. Da das lt. diversen Berichten im Netz zu viel des Guten ist, schied dieses Display aus meiner Auswahl aus.

Der Samsung arbeitet mit einem PWM Backlight bei Helligkeiten von unter 150cd/m². Da ich in Regel auf 80cd/m² kalibriere, wäre ich also deutlich im PWM Bereich gewesen. Einige Personen bekommen durch die PWM scheinbar Probleme mit Kopfschmerzen. Das merkt man aber erst bei längerer Benutzung. Im ersten Moment denkt man auch, dass das Flimmern so dramatisch nicht sein kann, weil z.B. Röhrenfernseher mit 50 oder 100Hz geflimmert haben. Bei letzteren war das Flimmern bereits quasi nicht mehr wahrnehmbar. Allerdings hinkt der Vergleich, da LCD anders als ein Röhrenfernseher nicht nachleuchten. Somit ist der Samsung auch aus der engeren Auswahl geflogen.

Bleibt per Ausschlussverfahren nur noch der Benq übrig – einziger wesentlicher Kritikpunkt bei diesem Gerät war im Prad Test, dass die Reaktionszeiten evtl. etwas lang zum Spielen sind. im Prad Test kommt der Benq somit im Bereich Spieletauglichkeit relativ schlecht weg, während er auf tftcentral recht gut bewertet wurde. Weiterhin habe ich Benq als Hersteller bisher primär im Billigsegment wahrgenommen aber da war Samsung ja auch mal – das muss also nichts bedeuten.

Somit habe ich mir auch den Benq bestellt. Zuerst habe ich einen Test bzgl. der Reaktionszeiten und des Input Lag durchgeführt. Dafür habe ich beide Geräte parallel an die Grafikkarte anschlossen und Benchmarkprogramme / Stoppuhren mit Millisekundenanzeige und Frameanzeige laufen lassen und dann einfach mit meiner Camera Fotos gemacht. Das Ergebnis ist, dass der Benq weniger lag hat, als mein alter Dell 2707, der aber von Prad als voll spieletauglich bewertet wurde. Seitdem sehe ich die Prad Tests deutlich kritischer. Allerdings muss man fairerweise Sagen, dass der Lag bei voller Auflösung (der Dell 2707 kann nicht mehr als 1920×1200) beim Benq möglicherweise höher liegt. Das kann ich mit meinem Equipment nicht testen.

Abseits von einem Subpixelfehler, der allerdings nicht sofort vorhanden war habe ich keine Kritikpunkte am Gerät. Die Ausleuchtung, der Schwarzwert, der Kontrast, der Input Lag (Vergleich zum Dell 2707) sind gut, und nach der Kalibration auch die Farbtreue und Helligkeit. Nach längerem Grübeln, habe ich mich dann entschlossen das Gerät wegen dem Subpixelfehler zurück zu senden. Wenn man erst mal weiß, dass so ein Fehler da ist, sieht man ihn auch ständig. Ein neuer TFT sollte meiner Meinung nach fehlerfrei sein, auch wenn einige Pixelfehler lt. Hersteller im Toleranzbereich liegen.

Jetzt ging die Odyssee erst richtig los! Nachdem ich das nächste Gerät erhielt, habe ich es angeschlossen und einen Blick auf einen weißen Bildschirmhintergrund geworfen. Bei diesem Gerät waren mindestens 5 Stellen auf dem Display nicht in Ordnung. Bei genauerer Prüfung (Makroaufnahme der Camera) zeigt sich, dass es sich nich um Pixelfehler handelt, sondern um Verunreinigungen im Display oder der Hintergrundbelechtung (es sind z.B. teilweise nur halbe Pixel davon betroffen). Somit ging auch dieses Gerät wieder zurück und ich habe ein weiteres bestellt. Auch bei diesem Gerät waren ca. 10 Pixel betroffen aber mal zur Abwechslung nicht über das Display verstreut, sondern auf einem Haufen. Zusätzlich hat das Gerät starkes Banding (also Streifen in der Hintergrundbeleuchtung). Also mal wieder mal zurück mit dem Teil und auf zum letzten und 4. Versuch (ich glaube der Postbote hat mich schon vorher für bekloppt gehalten und so ganz unrecht hat er wohl nicht).

Um es kurz zu machen. Das Gerät hat minimales Banding und zum Kaufzeitpunkt aber keine Pixelfehler. Also habe ich es behalten. Jetzt ca. 3 Wochen später hat es einen Subpixelfehler, der anfangs nicht vorhanden war. Sonst ist nach wie vor alles ok. Das ist somit mein erster TFT, bei dem nachträglich ein Pixelfehler aufgetreten ist. Dummerweise finde ich die Pixelfehler auch immer ohne sie zu suchen. Andere Leute scheinen da toleranter zu sein oder die Fehler schlicht nicht zu sehen.

Mittlerweile wurde auch der Samsung von Prad getestet. Im Test wird beläufig erwähnt, dass das Gerät unter 150cd/m² mit PWM arbeitet und das wird als undramatisch eingestuft, weil der TFT nur unter vorgenannter Helligkeit mit PWM arbeitet. Aber wer arbeitet bitte sehr dauerhaft mit >150cd/m²? Das sind mit Sicherheit die wenigsten Anwender.

Zusätzlich hat dieses Gerät im Prad Test trotz demselben Display deutlich bessere Reaktionszeiten als der Benq und ein deutlich kürzeres Input lag. Andere Tests / User Erfahrungen zum Gerät (die allerdings nicht sonderlich professionell waren), sprechen dem Gerät wiederum keine guten Reaktionszeiten zu und mindestens so viele Problem bei der Hintergrundbeleuchtung wie beim Benq, eher mehr.

Mein Fazit aus der ganzen Aktion:
Manchmal sollte man einfach mit em zufrieden sein was man hat und nicht ständig nach höher / weiter streben.

Ansonsten hat Benq bei diesem Gerät (Produktionsmonat September 2014) offenbar starke Qualitätsprobleme. Ein 32″ Gerät ist im 16:9 Format zum Spielen sehr gut geeignet und eine Auflösung von 2560×1440 ist dafür auch nicht zu gering (eher schon fast im Gegenteil). Das sieht man auch ganz gut, wenn man sich mal die verschiedenen Pixelgrößen von diversen Auflösungen vor Augen führt. Der 32″er mit 2560×1440 Auflösung hat also sogar eher kleine Pixel. Mit 100% (also ohne Vergrößerung arbeiten) ist da schon sehr grenzwertig.

Zum Vergleich ein paar Fakten:

  • 15″ – 1024×768 – 85,3ppi – 0,297mm Pixelgröße – Format 4:3
  • 17″ – 1280×1024 – 96,4ppi – 0,263mm Pixelgröße – Format 5:4
  • 19″ – 1280×1024 – 86,3ppi – 0,294mm Pixelgröße – Format 5:4
  • 22″ – 1680×1050 – 90,1ppi – 0,282mm Pixelgröße – Format 16:10
  • 27″ – 1920×1200 – 83,9ppi – 0,303mm Pixelgröße – Format 16:10
  • 32″ – 2560×1440 – 91,8ppi – 0,277mm Pixelgröße – Format 16:9

Wie üblich gewöhnt man sich an die größere Bildschirmdiagonale sehr schnell (am Anfang denkt man halt immer – das ich echt groß und eine Woche später wundert man sich, dass man vorher mit dem “kleinen” Display zufrieden war). Im Browser merkt man aber sehr schnell, dass die meisten Seiten nie auf dieser Auflösung getestet wurden oder dafür ausgelegt sind. Schönen Gruß an die Webdesigner: Wenn man nur einen Teil der Bildbreite verwenden will, dann doch bitte die Mitte. Wie immer gibt es leider zu wenig Webdesigner, die vorausschauend arbeiten.
Ansonsten ist eine weitere Erkenntnis für mich, dass zum Arbeiten ein Bildschirm im 16:9 Format nicht optimal ist. Für Office Arbeit ist ein Verhältnis von z.B. 16:10 (oder noch mehr Höhe im Verhältnis zur Bereite) besser geeignet. Zusätzlich sollte das Gerät nicht zu hoch sein, um Nackenverspannungen zu vermeiden. Das spricht also eher für ein 27-29“ Gerät sprechen, die es aber nur mit Auflösungen gibt, die zwingend eine Vergrößerung der Bildinhalte voraussetzt (Nachteile siehe oben).

Zum Spielen ist das 16:9 Format allerdings sehr gut geeignet. Bleibt mir jetzt ein Gerät, dass zwar bei der Auflösung und bei der Größe dem vorherigen überlegen ist, aber dafür minimales Banding und einen Subpixelfehler hat.

Was ich unterdessen auch herausgefunden habe ist, dass das Gerät sogar per HDMI die volle Auflösung mit 60Hz entgegen nimmt. Das ist sehr gut und müsste nach meinem Verständnis der 1.4er HDMI Spezifikation nicht zwingend funktionieren.

Bei der ganzen Aktion hat sich übrigens auch ein schwarzes Schaf unter den Händlern gefunden. Den ersten Benq hatte ich relativ lang in Betrieb, bis mir der Subpixelfehler aufgefallen ist. Rückwirkend betrachtet hätte ich den Monitor besser behalten. Der Händler hat trotzdem keine Abzüge geltend gemacht, obwohl das vollkommen i.O. gewesen wäre. 10% hätte aufgrund der Benutzungsstunden akzeptiert. Beim 3. Gerät habe ich das Gerät keine 10 Minuten in Betrieb gehabt und das Zubehör überhaupt nicht ausgepackt. Nach der Rücksendung hat der Händler behauptet, dass ich den Fuß zerkratzt hätte und somit ein Widerruf unmöglich sei (was rechtlich eh nicht haltbar ist). Nach Fristsetzung und Androhung von Beschreitung des Rechtsweges wurden mir dann sogar die Frachtkosten erstattet.

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Hybrid Tarife der Telekom (DSL+LTE)

Nachdem man auf dem Land ja notorisch unterversorgt ist was die Anbindung an das Internet angeht (DSL 1000 + ISDN war hier in den letzten 10 Jahren das höchste der Gefühle), wurde jetzt das neben befindliche Industriegebiet mit VDSL 50 versorgt. Nicht das wir was davon gehabt hätten. Das VDSL liegt jetzt 500m entfernt und da die Telekom vergessen hat, dass sie ein Kabel aus der Richtung in unser Dorf hat, versorgt sie und jetzt lieber aus der anderen Richtung und da wurde natürlich nicht ausgebaut. Weil es dafür ja keine Förderung gibt. Die 500m entfernten Nachbarn (zwei Häuser!) sind jetzt mit VDSL 50 versorgt – unser Dorf mit ca. 30 Häusern schaut in die Röhre.

So richtig interessiert hat die Situation aber niemanden. Der für die Ausschreibung zuständige Mitarbeiter bei der Stadt meinte, dass der Ausbau ja so teuer wäre und man das nicht ohne Hilfe stemmen kann (die gibt es aber angeblich nur für Industriegebiete). Der für den Kreis zuständige Mitarbeiter hat mir erst was von einer Aussichtsreichen Besprechung mit den Stadtwerken geschrieben und auf meine Nachfrage nach der Besprechung überhaupt nicht mehr geantwortet und die örtliche Zeitung steht sich lieber gut mit der Politik und hat die tollen Leistungen der Stadt gelobt und einfach mal ignoriert, dass es auch kritische Stimmen gibt. Da gab es dann eher noch so dumme Sprüche im Sinne von “vor 20 Jahren ging es auch ohne Internet” zu hören.

Nachdem die Telekom vor einem Jahr bei uns LTE fleißig beworben (jetzt auch bei Ihnen) was allerdings lt. Telekom Netzabdeckung und eigenem Check mit dem iPhone nicht stimmte, haben sie es jetzt still und heimlich an einem ca. 500m entfernten Masten am Rand des Industriegebietes installiert. Nachdem ich das auf der Verfügbarkeitskarte entdeckt habe, habe ich erst mal eine Gegenprüfung mit einem iPhone gemacht. Und siehe da – LTE ist wirklich verfügbar. Da die Telekom momentan auch einen kostenlosten Testtarif mit 6 Monaten Laufzeit – Data Komfort Free – für LTE anbietet (2×1 Monat bis 5GB) habe ich mir zuerst mal den Tarif bestellt, um die Geschwindigkeit zu prüfen. Selbst mit einem USB Stick bei schlechte Positionierung waren 40 MBit Download drin. Ganz neue Dimensionen nach jahrelangem DSL 1000.

In der Vergangenheit wären die Tarife recht uninteressant gewesen (30GB Volumen pro Monat und dann jeweils zusätzlich Bezahlen für weitere 30GB ist bei den heutigen Datenvolumina z.B. im Bereich Onlinegames und Videostreaming lächerlich).

Im Dezember hat die Telekom (auch still und heimlich) Hybrid Tarife ohne Volumenbegrenzung in einigen Bundesländern eingeführt. Das ist eine neue Technik, bei der der Router über eine geteilte Verbindung von LTE und DSL Daten überträgt. Der unterschied zu bisherigen Lösungen ist, dass für die Gegenseite kein Unterschied zu einer Standardverbindung besteht. Es erscheint nur eine IP Adresse nach außen und die Gegenseite muss die Technik nicht unterstützen. Der Router (momentan gibt es nur einen Speedport Hybrid, der das Verfahren beherrscht) teilt den Datenstrom auf und auf der Telekom Seite wird der Datenstrom wieder zusammen geführt, bevor er ins Netz geht.

Nachteil bei dieser neuen Variante ist, dass die Hybrid Tarife ausschließlich IP Tarife sind – das bedeutet vom analogen Telefon muss man sich verabschieden. Der Verzicht auf analoge Telefonie sorgt dafür, dass die freigewordenen Kapazitäten nun für den DSL Anschluss genutzt werden können. Das bedeutet in meinem Fall aus DSL1000 wird DSL 6000 Profil 1 was dann bedeutet 3,5 MBit Download / 2,1 MBit Upload.

Zusätzlich stand bei mir LTE bis zu 150 Mbit auf der Verfügbarkeitskarte und der Hybrid S Tarif mit Speedoption L entspricht somit theoretisch 103,5 MBit Download + 32 MBit Upload, musste ich nicht lange überlegen. Neben der Verfügbarkeit eines VOIP tauglichen Anschlusses mit mindestens 384 KBit sind Annex J und eine genügende LTE Versorgung die Basis für die Bereitstellung eines Hybridtarifes.

Nachdem der Anschluss Mitte Dezember geschaltet wurde, hat sich erst mal Ernüchterung breit gemacht. Der Internet Teil lief (mit rund 45 MBit Download und 15 MBit Upload ohne externe Antenne). Die VOIP Telefonie nicht. Nach einigem hin und her und einem Firmwareupdate des Routers lief dann auch die Autokonfiguration des Routers durch. Die VOIP Nummern gingen aber nach wie vor nicht. Da auch i Kundencenter keine Umleitung der Nummern eingerichtet war, stand fest, dass die Telekom da wohl was verbockt hat. Eine Stunde in der Hotline später war mein Ticket erfasst und die Mitarbeitern versprach mir einen Rückruf des Hybrid Teams am selben Abend oder am nächsten Morgen. Der Rückruf blieb selbstredend aus. Am nächsten Tag passierte nichts. Am darauffolgenden Tag tat sich was. Nach einer “Bestandssynchronisation” im Kundencenter (was auch immer das ist) waren meine ehemaligen ISDN Nummern nun für VOIP verfügbar. Ein Testanruf zu Hause bestätigte auch sofort, dass der Anruf ankam. Nur die Gegenseite konnte nichts hören. Willkommen bei der VOIP Telefonie.

Wo lag die Ursache?

VOIP Telefonie ist bzgl. der Einrichtung nicht so ganz unproblematisch – speziell wenn man den Komfort einer Fritzbox gewöhnt ist und mit dem Telekom Router nicht so recht “warm” wird. Daher hatte ich die Fritzbox hinter den Speedport gehängt und dort die ISDN-Anlage angeschlossen (ganz nebenbei lässt sich eine ISDN Anlage auch nicht an den Speedport anschließen ohne Zusatzadapter). Wenn man aber ein VOIP Gerät hinter einen Router hängt – speziell noch hinter einen Speedport Hybrid, dann wird es spannend.

Die ausgehenden Ports dürfen nicht über LTE laufen. Entsprechende Ausnahmen kann man im Speedport einrichten. Weiterhin müssen die entsprechenden Konfigurationsschritte in der Fritzbox beachtet werden. Zusätzlich müssen im Speedport auch noch die Portweiterleitungen für die eingehenden Ports eingerichtet werden. Die benötigten Ports finden sich hier.

Im Rahmen der Ursprünglichen Probleme mit den Rufnummern habe ich zusätzlich auch eine VOIP Nummer von Sipgate angefordert, als ich noch nicht wusste, dass die Telekom bei der Rufnummernportierung was verbockt hatte. Für Sipgate sind wieder andere Ports als bei der Telekom erforderlich. Zusätzlich zu den hier erwähnten Ports ist auch noch der Port 3478 relevant, da dieser Port für die Kommunikation mit dem Stun Server verwendet wird.

Das heißt es werden Speedportseitig folgende LTE Ausnahmen benötigt:
Port 5060
Port 3478
Port 3479
Port 5004 (nur Sipgate)

Sicherheitshalber habe ich auch die Stun Server stun.t-online.de und tel.t-online.de eingetragen.

Bzgl. der Portfreigaben Richtung Fritzbox werden die folgenden benötigt:
5070
5080
5004
3478
3479
30000-31000
40000-41000

Nach meinen bisherigen Erfahrungen funktioniert die IP Telefonie teilweise (also ab und zu – Einwegkommunikation oder Verbindungsaufbau ohne Sprachübertragung) auch mit weniger Portfreigaben aber dauerhaft stabil ist sie dann nicht. Das beschriebene Konstrukt hat sich in den letzten Wochen als halbwegs zuverlässig erwiesen (genau sagen kann man es nie, weil die Gegenseite ja auch Probleme haben kann).

Der Intenetteil ist bisher sehr zuverlässig. Verbindungsabbrüche sind selten und finden meist nachts statt. Der Ping ist mit 25-30ms sehr gut. Da die Technik und die Routerfirmware noch sehr neu ist, sind sicherlich noch Verbesserungen zu erwarten. Die Stabilität habe ich mit großen Uploads (über 100GB) und Downloads von meinem Server, Onlinespielen und Amazon Instand Video getestet. Bisher lief alles problemlos.

Die interne Antenne des Routers wird unterdessen von einer Dabendorf LTE 1800 Antenne unterstützt, die den Download auf 60-70 MBit und den Upload auf 20-35 MBit angehoben hat (je nach Wetter – Regen ist schlecht, Trockenheit gut, Schnee optimal). Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Antenne sich auf der falschen Seite des Hauses befindet und auch nicht auf den Masten zielt, sondern aus dem Fenster.

Sobald eine Fritzbox mit der Hybridfunktionalität verfügbar ist, geht der Telekomrouter (der ist nur gemietet!) sofort an die Telekom zurück.

Folgende Links sind für die Fritzboxeinrichtung hilfreich:
Internetverbindung eines anderen Routers mit der Fritzbox nutzen
Mit Fritzbox telefonieren, wenn ein anderer Router die Internetverbindung herstellt
Fritzbox am IP basierten Anschluss einrichten

Fazit:
Bisher hat sich das Experiment Hybrid gelohnt. Die VOIP Telefonie war anfangs sehr holprig aber momentan scheint es zu laufen (überzeugt von absoluter Stabilität wie bei einem “richtigen” Telefonanschluss bin ich aber nicht). Der Internetteil ist extrem schnell. Allerdings kann sich das auch schnell ändern, wenn die LTE Zelle durch weitere Benutzer mehr ausgelastet wird. Ich hoffe also nach wie vor, dass die letzten 500m – ach nein wir werden ja aus der anderen Richtung versorgt – irgendwann von der Telekom noch in Angriff genommen werden und wir VDSL 50 bekommen.

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Serverumzug

Nachdem mich der VPS-Server auf dem diese Seiten gehostet sind mal wieder regelmäßig mit Meldungen zum Thema Speicherknappheit bombardiert hat (zuletzt war das 2012 so als er noch 512MB RAM hatte – jetzt mit 1GB RAM ist es zwei Jahre später wieder so weit), habe ich mir mal wieder die aktuellen Hostingpakete von Hosteurope angeschaut. Für 4€ mehr im Monat (also 16,99) konnte ich von einem Server mit einem virtuellen Kern, 1GB RAM und 50GB HD auf 2 virtuelle Kerne, 4GB RAM und 300GB HD upgraden. Da ich mir kurz vorher auch mal einige Cloudangebote angeschaut habe, die alle recht hohe Gebühren für recht wenig Speicherplatz verlangen, habe ich mich zum Upgrade des Servers entschlossen. Das hat jetzt zwei Vorteile (erstens 4x so viel RAM – das sollte sogar für Windows im Dauerbetrieb wieder ein paar Jahre reichen – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt). Zweitens habe ich jetzt meine eigene Cloud auf Servern die in Deutschland stehen (schöne Grüße an die NSA) und eine Topgeschwindigkeit liefern.

Wie sagen die Geheimdienstler immer so schön – wer nichts zu verstecken hat, hat nicht zu befürchten. Ich sage schönen dank – es geht euch trotzdem nichts an.

Das heißt ich kann jetzt relativ schnell Backups auf dem Server machen (im Gegensatz zu Backups @Home hat das den Vorteil, dass die auch sicher vor einem Brand oder Diebstahl sind – natürlich sind die auch noch AES verschlüsselt, falls jemand auf der Leitung sitzt).

Der Umzug war in knapp zwei Tagen erledigt, wenn ich auch recht lange mit den NS Einträgen in der Plesk Oberfläche gekämpft habe. Plesk 12 ist in dieser Hinsicht nicht besonders durchdacht. Das Problem ist, dass der jeweils zuerst angelegt NS den Primary im SOA Eintrag darstellt. Die Aktualisierung des SOA Eintrages ist auch eher Glücksache und zur Krönung werden noch die Globalen Profilinformationen (Mailadresse) des Pleskbenutzers. Wenn man also mehrere Domains hat, mit unterschiedlichen Mailadressen (z.B. admin@domain1.de und admin@domain2.de), dann führt dass zu viel Spaß.

Als sehr Hilfreich zum Überprüfen der Recordeinträge hat sich die Seite http://www.intodns.com/ und die Heise Seite http://www.heise.de/netze/tools/dns/ erwiesen.

Und es hat sich mal wieder gezeigt: Der Support von Hosteurope ist gut.

 

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Festplattenverschlüsselung

Heute haben ja viele SSDs und auch teilweise Festplatten eine Hardwareverschlüsselung. Das heißt, dass man trotz der Verschlüsselung keine Performanz verliert. In Zeiten von NSA Totalüberwachung und da gerade Notebooks natürlich auch mal geklaut werden können, macht die Nutzung dieser Funktion aus meiner Sicht durchaus Sinn. In Windows 7 funktioniert diese Funktionalität noch nicht (erst mit Windows 8 und dann angeblich auch nur im UEFI Modus – Stichwort OPAL).

Da ich ja technikinteressiert bin und bei ein neues Notebook gekauft habe, aber vorerst keine Lust auf eine windows Neuinstallation hatte (die ist mit Windows 10 nächstes Jahr dann eh fällig), habe ich mir eine andere Lösung angeschaut.

Ein Programm von Wave – EMBASSY Security Center – was TPM und entsprechende Laufwerke unterstützt. Lt. einem im Internet gefundenen Test funktioniert das auch ganz gut. Die Screenshots sahen recht vielversprechend aus, also habe ich mir das Produkt für rund 45$ (39$+MWST) gekauft. Die Einrichtung ist recht einfach. Zuerst initialisiert man das Laufwerk und dann wird das Laufwerk gesperrt. D.h. ohne Codeeingabe kann man nicht booten und auch keine Daten auslesen.

Das zum positiven Teil. Leider wird der Biometrische Sensor an meinem NB nicht unterstüzt – was jetzt etwas blöd ist, da ich somit den “sicheren Modus mit TPM Chip” nicht verwenden kann. Auch die Funktion des Single Sign On Funktion erschließt sich mir nicht, weil man so oder so 1x nach dem Einschalten des NB vor dem Boot das Kennwort eingeben muss und anschließend bei jeder Windows Anmeldung. Ohne die Aktivierung der “sicheren Windows Anmeldung” funktioniert die Windows anmeldung ganz normal – auch der Fingerprint reader.

Das Fazit ist also etwas durchwachsen. Die vollständige Unterstützung sollte man also vor dem Kauf anhand der Anleitung prüfen. Da ist Schenker als kleines Unternehmen wohl auch im Nachteil. Wave unterstützt eher Dell, HP, Lenovo usw. (also Firmen mit großen Stückzahlen).

Update 04.01.2015: Ich habe Wave auf die fehlende Fingerabdruckunterstützung hingewiesen. Der Support hat dann mitgeteilt, dass ausschließlich die vorgenannten Hersteller supported werden und man mir empfiehlt das Produkt umgehend zu deinstallieren und den Kaufpreis rückerstatten zu lassen.

Der nächste Versuch wird dann wohl einer mit Windows 10 und OPAL.

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Schenker P505 Notebook

Da mein altes Notebook 7 Jahre alt ist und sich erste Ausfallerscheinungen gezeigt haben (Akku platt, DVD-Brenner Mechanik hinüber und er auch nicht die volle Auflösung meines TFTs ausgeben kann, sondern nur 1920×1080), habe ich mich entschlossen mir was neues zu gönnen.

Da ich ab und an auch mal auf einer Geschäftsreise ein Game drauf habe, wollte ich ein NB, das ganz passable Grafikleistung bietet (also irgendwas mit 8 oder 9 am Anfang von Nvidia). Um das Gerät ein paar Jahre nutzen zu können und auch mal VMs drauf laufen lassen zu können (mit SAP oder Oracle drauf) war ansonsten 16GB RAM und eine Quadcore CPU Pflichtprogramm. Zum Anschluss meines TFT sollte ein Display Port und HDMI vorhanden sein. Zwei Festplatten und M2 Slots sollten auch vorhanden sein.

Die Tastatur sollte mit meinem alten Dell XPS15 mithalten können und zu laut sollte das NB auch nicht sein, da ich durchaus auch mal damit arbeite und länger auf dem Gerät schreibe und im nicht Spielebetrieb (also Office, Blu Ray) soll es leise sein!

Zuerst war das Acer V15 Nitro in der engeren Wahl, was ich aber letztlich wegen diverser Kleinigkeiten wieder verworfen habe (nur 8er GPU, Touchpad ohne Tasten, kein Fingerprintreader, Anschlussplatzierung). Im Bereich der 9er Nvidia Serie passte nur das Schenker P505 vollständig zu meinen Kriterien. Nach einiger Zeit des Haderns, ob denn ca. 1700€ für meinen Bedarf angemessen sind, hat dann die Kauflust überwogen. Kurz vor Weihnachten (23.12) hat Schenker eine 5% Rabattaktion gehabt und ich habe direkt morgens nach dem Start der Aktion zugeschlagen. Was mir bei der Bestellung zwar aufgefallen ist, dass der PayPal Prozess nicht ganz rund war (entsprach nicht ganz dem Standardablauf) aber das hatte ich letzte Zeit schon ein paar Mal bei Shops und es ging dann trotzdem alles glatt. Da der Bestellprozess aber ansonsten rund war und ich auch die entsprechenden Bestätigungsmails bekommen habe, hab ich mir nichts weiter dabei gedacht. Am 29. gegen Mittag hat sich dann jemand von Schenker bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass mit der PayPay Zahlung was schief gegangen ist, und ich doch bitte noch mal manuell überweisen soll, was ich dann auch umgehend gemacht habe (nach der Mail war ich da schon etwas angefressen – da hatte ich extra am 23.12 möglichst schnell bestellt, um zu vermeiden, dass evtl. Lieferengpässe eintreten wegen der Rabattaktion und dann so was). Die Lieferung kam dann aber unerwartet schnell am 31. an (sehr gut).

Meine Konfig:
CPU 4720 / FHD AO Display / Nvidia 970M / 16GB Crucial Standard RAM (2 von 4 Slots nur belegt – sehr gut) / kein M2, keine SSDs / Intel Wireless 7265

Von mir eingebaut:
Crucial MX100 mit 512GB

Leistung:
Gaming Leistung: Ich habe bisher nur ein paar mal 3D Mark laufen lassen. Da gehen Leistung und Lautstärke vollständig i.O.
Gefühlte Performace: Sehr schnell auch im Vergleich zu meinem Desktop PC sehr gut.

Lüftersteuerung:
Die Gaminglautstärke geht in Ordnung
Desktoplautstärke geht in Ordnung
Alltagsbetrieb (also wechselnd Surfen, Word usw. – also Office Betrieb – steht noch aus) – ich hab den Eindruck, dass der Lüfter teilweise etwas nervös ist. Das muss ich aber beobachten. Mir ist es tendenziell lieber eine feste Grundlautstärke zu haben als ständige Änderungen. Ich hoffe das lag nur dran, dass ich an den Profilen der Hotkeyfunktion rumgespielt habe.

Sound:
Ist besser als bei dem Dell und ok

Display:
Ich bin ziemlicher VA Fetischist beim Display. TN geht für meinen Geschmack überhaupt nicht (Kontrast, Blickwinkel) und IPS hat halt immer Glow Effekte. Das heißt ich bin diesbezüglich relativ kritisch, wobei ich nicht unbedingt mehr als 60Hz brauche.

Das Display im Gerät ist nach ersten Eindrücken ziemlich gut und besser als das Display des Dell XPS (LG Display – im XPS gab es ja mehrere). Die Blickwinkelstabilität und der Schwarzwert und Kontrast gehen i.O.. Leichtes IPS Glow hat das Display auch aber in der Größe geht das vollkommen i.O.. Die Helligkeit ist vollkommen ausreichend. Aktuell betreibe ich das Display auf ca. 30% Helligkeit. Bei einem schwarzen Bild (dunkler Raum und volle Helligkeit) sieht man, dass die Helligkeit vom Backlight im Randbereich nicht gleichmäßig ist. Bei 30% Helligkeit sieht man es schon deutlich weniger. Die Auflösung ist für ein Display in der Größe schon grenzwertig. Noch höhere Auflösungen sind aus meiner Sicht bei einem Notebook totaler Quatsch. Zumal viele Windows Anwendungen mit Skalierung eher schlecht als recht klarkommen. Ohne Skalierung kann man mit dem FHD Display zwar arbeiten aber angenehmer sind z.B. 125%.

Pixelfehler habe ich noch keine gefunden – ich hoffe das bleibt so (das wäre für mich auch ein Grund das Gerät zurückgehen zu lassen auch wenn es nur einer ist). Das Display arbeitet lt. Doku leider mit PWM (zwischen 200 Hz und 10000 Hz). Ich habe es aber optisch bisher nicht feststellen können (z.B. schnelle Handbewegungen vor Display sehen flüssig aus – keine seltsamen Effekte)

Das Display ist matt und hat eine etwas körnige Oberfläche – hatte mein vorheriger TFT (Dell Ultra Sharp 2707) auch und mich stört’s nicht. Lieber matt und leicht körnig als spiegelnd. Das Display ist also in Summe besser als beim Dell, wenn auch mit leichten Schwächen bei der Hintergrundbeleuchtung gerade in den Randbereichen.

Kalibriert habe ich das Display noch nicht – das kommt noch. Dazu später mehr.

Tastatur:
Die ist ok aber kein Glanzlicht. Gibt durchaus bessere und ich würde die Tastatur als minimal schlechter als beim Dell XPS bewerten. Wie die Langzeithaltbarkeit ist, muss sich beweisen – ich bin noch skeptisch.

Touchpad:
Finde ich ok – es ist besser als beim Dell XPS. Die Buttons dürften beim Schenker etwas weniger schwammig sein (beim Dell waren sie aber auch nicht besser).

Haptik:
Im Vergleich zum Dell finde ich die Stabilität des Displays der Gelenke etwas mau. Ich hoffe das hält einige Jahre. Gefühlt vermute ich es nicht. Da wirkt das Dell um einiges wertiger. Ich hoffe da trügt mich mein Eindruck.

Ansonsten sind die Tasten und die Handballenauflage ruck zuck speckig. Das dauert ca. eine Stunde. Aber das Problem haben viele Notebooks. Die silbernen Tasten und gebürsteten Metalloberflächen beim Dell waren diesbezüglich überhaupt nicht anfällig.

Auch die Oberflächen beim Dell waren etwas alltagstauglicher.

Die Haptik ist also ein eindeutiger Minuspunkt im Vergleich zum Dell.

BIOS:
Wie üblich kann man bei Notebooks nicht viel einstellen aber die wesentlichen Punkte sind vorhanden, soweit ich das bisher beurteilen kann.

Wartung / Konfigurationsmöglichkeiten
Das Schenker hat im Gegensatz zum dem Dell XPS nur einen Zugang, der direkt die vollständige Rückseite entfernt. D.h. beim Dell benötigt der HD Tausch in Summe 6 Schrauben (4 davon für die Klappe und zwei für die Halterung der HDD / SDD). Beim Schenker sind es über 20 Schrauben. Allein der Halter der SSDs + Befestigung der SSDs sind schon deutlich mehr schrauben als beim Dell für die Gesamtaktion.

Dafür braucht man beim Schenker allerdings auch nicht überlegen welche Klappe wohl die richtige ist. Die Konfigurationsmöglichkeiten würde ich mit 2x7mm HDD / SDD + 2x m2 und 4 Ramslots (2 benutzt bei 16GB) als sehr gut bezeichnen. Der Akku ist nicht von außen tauschbar. Das war beim Dell besser.

Treiber und Updates:
Die Treiber CD von Schenker ist vorbildlich. Die ist komplett selbst erklärend und nicht überfrachtet – alles top. Es liegt sowohl eine DVD für Windows 7, als auch eine für Windows 8 bei (bei der für Windows 7 steht drauf, dass sie für Windows 7 ist – bei der 8er nichts). Es ist ein USB Stick enthalten (Achtung, der ist extrem klein – nur so dünn wie das Teil was man ins Gerät steckt – ich hab ihn zuerst wirklich für einen Metallschlüsselanhänger gehalten). Auf dem befinden sich die Windows 8 Treiber.

Deutlich schlechter finde ich die BIOS Aktualisierung. Wenn man im Downloadbereich unter BIOS schaut, gibt es zwei verschiedene Downloads ohne weitere Erklärung. Ein paar Worte Readme hätten da wirklich nicht geschadet. Das BIOS selbst kann man unter Windows installieren (auch in der 64 Bit Version). Dummerweise ist die Batch Datei falsch (die bezieht sich auf ein BIOS File, das nicht im enthalten ist im Paket). So was sollte einem eigentlich auffallen. Wenn man den Namen manuell in der Batchdatei ändert, dann funktioniert das Update.

Das zweite Downloadfile für das Bios gibt nur eine Meldung von sich, dass es unter 64Bit nicht läuft. Da es keine weiteren Infos gibt, steht man erst mal im Regen. Unter eine anderen Rubrik im Downloadforum (Sonstiges) findet sich dann eine Doku zum Biosupdate (ähm wieso nicht dort wo man auch die BIOS Files runterladen kann?!). Dort steht, dass man zuerst eine Image CD-Brennen soll und das File auf einen USB Stick packen. Ah super Idee – nu hat das NB hat kein CD / DVD Laufwerk. Der USB Stick ist leider nicht Bootfähig – also Treiberbackup erstellen.

Mein Vorschlag: Ein USB-Bootfähiger USB-Stick mit allen Treibern und dem Image, mit dem man die Biosaktualisierung durchführen kann wäre optimal. Am besten gleich mit Treibern für Windows 7 und 8.

Fazit: Die Treiber CD für Windows 7 ist super, nur halt unbrauchbar ohne CD-Laufwerk (klar, ich hab alles auf einen USB Stick kopiert aber komfortabel ist eben anders). Der BIOS Updateprozess geht in der Form gar nicht. Zum BIOS selbst fehlt die Doku an der richtigen Stelle. Für das zweite File ein bootfähiger USB Stick (das kann man aber selber beheben indem man den Stick bootfähig macht).

Sonstiges:
Beim Dell war die Lautstärkeregelung nicht nur in Software realisiert – beispielsweise konnte man die Stummschaltung immer aktivieren. Das Schenker hat eine reine Softwareregelung. Aufpassen muss man insofern, weil es die normale Windows Einstellung gibt und die Profile, die das Gerät über die eigene Hotkeysoftware setzt (damit habe ich mich zuerst ausgetrickst).

Ich war sehr positiv überrascht vom HDMI Ausgang und vom HDMI Eingang meines Monitors. Am HDMI Ausgang kommen 2560×1440 mit 60Hz raus (sogar mit der Intel Grafik) und mein Monitor verarbeitet es auch klaglos (mit einem guten HDMI Kabel – die Beipack Strippe des Monitors kann es z.B. nicht). Ich dachte das geht erst mit HDMI 2.0 (hat das NB vermutlich aber mein Display nicht). Sehr gut!

Gesamtfazit:
Gutes Notebook mit sehr guter Leistung und leichten Schwächen (z.B. Haptik, Tastatur, Displaybeleuchtung im pre Windows Bereich)

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Panoramaaufnahmen mit dem iPhone

Das Thema Panoramaaufnahmen gibt es in der Digitalfotografie ja bereits seit einigen Jahren. Meine ersten Digitalkameras, die eine Unterstützung für die Funktionalität boten, haben mit einem Versatz von ca. 1/3 des Bildes gearbeitet. Wenn man dann später am PC gesessen hat, konnte man die Versatzstücke per Software mehr oder weniger unauffällig zusammenstückeln. Damit das funktioniert hat, musste man die Aufnahmen i.d.R. mit einem Stativ erstellen und diverse Punkte beachten (keine Objekte nahe vor der Kamera, die drehstelle des Statives muss im Optimalfall genau dort sein wo der Kamerasensor ist usw.).

Mittlerweile gibt es auch eine App für das iPhone, die ähnliches mit relativ wenig Aufwand bietet. Ich habe in meinem Australienurlaub eine Panoramapp (DMD oder Dermandar) mit recht geringen Erwartungen getestet und bin angenehm überrascht worden. Bei der App muss man das iPhone lediglich halbwegs gerade in eine beliebige Richtung halten und die Panoramaaufnahme starten. Anschließend dreht man sich langsam im kreis. Die benötigen Einzelaufnahmen werden automatisch erstellt. Bzgl. der Neigung des iPhone besteht ein gewisser Spielraum, der toleriert wird (das iPhone muss vertikal gehalten werden oben und unten geht dementsprechend Bildinformation verloren). Nachdem ein Panorama (bis zu 360°) erstellt wurde, kann es entweder direkt auf dem iPhone betrachtet oder auch gleich hochgeladen werden, um es an bekannte zu versenden. Perfekt sind die Panoramas natürlich nicht, aber gemessen am Aufwand sind die Ergebnisse recht passabel.

Bitte beim Betrachten auf volle Qualität (2048P umschalten)

Anbei ein paar Beispiele aus dem Urlaub – Australien Südosten:
Cradle Mountain – http://pnr.ma/dsvmgt
Lake St Clair – http://pnr.ma/cgObOe
Sydney – http://pnr.ma/bokfeU

Update 2014 Norwegen Hurtigruten (leider alle nur in nicht HD, da die App bei einem Update scheinbar “vergessen” hat, dass sie gekauft war. Somit ist die App leider fast unbrauchbar. Zumindest kann ich keine Apps brauchen, die dann wenn man sie benutzen will nicht mehr funktionieren:
Norwegen 1 – http://pnr.ma/dSyHZw
Norwegen 2 – http://pnr.ma/cSNPdp
Norwegen 3 – http://pnr.ma/aQegCa
Molde – http://pnr.ma/bNEfxg
Atlantikstraße – http://pnr.ma/cKTQjI

Update 2015 Australien Nordwesten (unterdessen durfte ich übrigens diverse mal die HD Option erneut aktivieren, indem ich zuerst auf kaufen klicken durfte, dann den Kaufbetrag bestätigen und dann merkt iTunes, dass man die Option bereits gekauft hat – echt schlecht gemacht):
Ubirr Rock – http://pnr.ma/cxdSMy
Edith Falls Katherine – http://pnr.ma/cJEpil
Hidden Valley / Mirima – http://pnr.ma/ehVgxB
El Questro – http://pnr.ma/bcffij
von Exmouth südwärts – http://pnr.ma/burwFk
Kalbarri – http://pnr.ma/cdKVyj
Kalbarri – http://pnr.ma/auhoZM

Update 2016 Irland Entlang der Küste:
Crooke Park – http://www.dermandar.com/p/bRZgHd
Strand – http://www.dermandar.com/p/bRZgHd
Glenveagh – http://www.dermandar.com/p/bZAUkW
Glenveagh – http://www.dermandar.com/p/aQhSjR
Glenveagh – http://www.dermandar.com/p/acDJxM

Update 2017 Chile, Antarktis, Falkland Inseln:

Deception Island – http://pnr.ma/aASfVO
Deception Island – http://pnr.ma/dadXfp
Deception Island – http://pnr.ma/ceAQLw
Half Moon Island – http://pnr.ma/ddndXv
Half Moon Island – http://pnr.ma/dDvLpl
Puerto Williams – http://pnr.ma/coSvsc
San Cristobal – http://pnr.ma/emfUeH

Update 2018 Norwegen:

Vikran – http://www.dermandar.com/p/dmVHZo
Tromsø – http://www.dermandar.com/p/bpZovZ
Hammerfest – http://www.dermandar.com/p/eTMdxd

Update 2018 Australien Mitte und Nordosten:

Byron Bay –  https://www.dermandar.com/p/dIBWxv
Surfers Paradise – https://www.dermandar.com/p/eakHeD
Hamilton Island – https://www.dermandar.com/p/eNafKL
Mission Beach – https://www.dermandar.com/p/cYLXAX

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Erste Erfahrungen mit dem iPad Air

Nach dem iOS 7 Update wurde mir mein iPad 3 zu langsam und da ich die 4. Generation übersprungen hatte und mich einige Neuerungen des iPad Air angesprochen haben (128GB!, Stecker, der zu meinem iPhone 5 passt, geringes Gewicht, schnelle Ladezeit), habe ich mir das iPad Air als WLAN Variante zugelegt. Die G4 Unterstützung habe ich bereits beim iPad 3 nicht genutzt, das ich den Mobilen Hotspot des iPhone benutze.

Meine ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Das iPad Air hat eine gute Akkulaufzeit, ist sehr flott, leicht und etwas kleiner als das iPad 3. Lediglich bei der Bedienung fühlt sich das neue iPad etwas gewöhnungsbedürftig an. Man hat beim Tippen auf dem Display wirklich das Gefühl, dass die Verarbeitung schlechter ist – das ist aber ein subjektives Thema (es fühlt sich irgendwie hohl an, wenn man auf dem neuen Display tippt, nicht so wertig und stabil wie vorher).

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GPS Tracking mit dem Garmin Dakota 20

Wer hat nach einem mehrwöchigen Urlaub nicht schon mal das Problem gehabt, dass man ein bestimmtes Bild zwar noch grob zuordnen kann, aber leider nicht genau weiß welches Gebäude man dort geknipst hat? Spätestens beim Sichten und benennen der Bilder ist dann Kreativität gefragt. Optimal wäre in solchen Fällen eine Kamera mit Geotagging. Das bieten aber leider nur wenige Modelle und die haben dann nicht zwangsläufig die sonstigen Eigenschaften, die mach gerne haben möchte. Ich habe mir vor dem letzten Urlaub ein Garmin Dakota 20 zugelegt um den Reisetrack aufzuzeichnen. Um es kurz zu machen: Meine Erfahrungen sind sehr positiv. Mir war wichtig, dass das Gerät mit einer Akkuladung möglichst lange aufzeichnen kann. Das Garmin kommt mit einer Ladung ca. 25 Stunden (Eneloop 2500ah) aus. Dabei scheint der Abstand der Punktaufzeichnung keine Rolle zu spielen (30 Sekunden und 5 Minuten Abstand haben zu selben Betriebszeit geführt – somit bin ich bei 30 Sekunden geblieben – das Intervall kann übrigens beim Garmin frei eingestellt werden). Die Displayhelligkeit habe ich einfach auf 0 gedreht und den Bildschirm gesperrt. Das Garmin wurde sowohl im Bus als auch im Flugzeug eingesetzt. Im Flugzeug funktioniert es nicht. Im Bus oder zu Fuß geht es ohne Probleme, auch wenn der Rucksack mit dem Gerät mal unter dem Sitz liegt.

Zwei Themen haben mich nach der Reise aber ein paar Minuten beschäftigt. Erstens waren die Zeitangaben der gespeicherten Trackinginformationen nicht korrekt (die Zeitverschiebung berücksichtig das Gerät zumindest nicht automatisch). Zweitens wäre es natürlich toll, wenn die Bilder automatisiert mit den Geoinformationen angereichert werden. Beides lässt sich recht leicht bewerkstelligen.

Die Zeitinformationen lassen sich leicht mit der Software GPSBabel anreichern (wichtig: Garminextensions müssen unter den Optionen aktiviert werden und das Format muss manuell eingestellt werden). Der Zeitversatz kann nun über Filter vorgegeben werden.

Die automatische Anreicherung der Bilder mit den Geoinformationen erledigt die Software Geosetter sehr komfortabel. Anschließend werden die Bilder + der Track visualisiert. Man kann also sehr leicht auf einer Karte nachvollziehen welche Bild wo und wann erstellt wurde.

Grundsätzliche Bearbeitungen, Visualisierung von Tracks, Erstellung von Routen, Export nach Google Earth lassen sich mit der Software Garmin Basecamp erledigen.

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